
Die Anmeldung für den 28. Nibelungen-Triathlon am 09. September ist geöffnet!!!
18.05.2012
große Helferparty
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09.09.2012
28. Nibelungen-Triathlon
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Jungfrau Marathon Interlaken 2004
Anfang September diesen Jahres machten sich 16 Mitglieder unserer Abteilung in die Schweiz auf, um neue Marathon-Erfahrungen bei einem Bergmarathon in den Alpen zu sammeln - ein normaler Marathon tut es ja nicht mehr. Es sollte der Jungfrau-Marathon in Interlaken sein und es sollte eine "intensive" Erfahrung werden. Unser Jürgen hatte seinen Startplatz zu seinem "runden" Geburtstag geschenkt bekommen. Und da er es ja bekanntlich hasst, alleine zu laufen (bisher wurde er in seiner Karriere höchstens zwei mal ohne Laufbegleitung gesehen), meldeten sich Uwe und meine Wenigkeit auch für das Losverfahren der Startplatzvergabe an - man muss ja nicht immer Glück haben ;o) So waren wir dann also 3 Läufer, die von 13 Fans den Berg "hinaufgetragen" werden sollten. Also machten wir uns daran, im Sonsbecker Hochgebirge (höchste Erhebung ca. 80 m) Berg-Trainingskilometer zu sammeln. Das ein oder andere Unwetter wurde dabei auch bewusst als Trainingsbegleiter gewählt, so dass derart gestählt eigentlich gar nichts mehr schief gehen konnte. Bei Uwe hat auch schon mal das Laufband mit 12% Steigung hergehalten (was ihm die ungeteilte Bewunderung der anderen Fitnesstudiogäste sicherte). Am Morgen des 11. September ging es dann los. Die Wettervorhersage versprach auch auf 2.200 Metern Höhe noch Sonne bei knapp 20 °C. Voll gestopft mit Kohlenhydraten standen wir erwartungsvoll am Start, zwischendurch mal mit dem Gedanken spielend, uns in die erste Startreihe einzureihen. Wir entschieden uns dann aber doch für das Mittelfeld. Für den ersten, relativ flachen Teil hatten wir einen knappen 5er Schnitt angepeilt. Das klappte auch ganz gut. Dann, ab Kilometer 26 hinter Lauterbrunnen wurde uns plötzlich eindringlich klar gemacht, warum der Jungfrau-Marathon als der härteste Marathon Europas gilt. Heinz Schild -Organisator des JM- hat mal behauptet: "Der Jungfrau- Marathon besteht aus 2 Teilen, einem flachen Lauf von 26 Km mit anschließendem Berglauf von 16 Km". Das kann so schwer nicht sein, sollte man denken. Aber nach den folgenden 2 Kilometern mit 26 Serpentinen und 400 Höhenmetern (d.h. laut Adam Ries durchschnittliche Steigung 20 %) waren wir eines Besseren belehrt worden. Wer danach gehofft hat, das Schlimmste sei überstanden, hatte sicherlich erstmal für einige hundert Meter Recht. Aber wir waren mitten drin - im Berg-Marathon. Die Quälerei ging also weiter und unser Leitspruch "vor der ersten Frau" relativierte sich auch ziemlich schnell. Wer es schaffte, auch mal nach links und rechts zu schielen wurde allerdings mehr als entschädigt. Denn der JM gilt nicht nur als schwerster Marathon Europas sondern auch als der schönste der Welt. Dank des optimalen Wetters und sehr guter Sicht bekam man ein beeindruckendes Panorama geboten. Unterhalb von drei "Viertausendern" (Eiger, Mönch und Jungfrau) zu laufen ist schon gigantisch und nur sehr schwer zu beschreiben. Die Bilder geben das wohl auch nur zum Teil wieder. Dann, bei Kilometer 30, in Wengen wurden wir wieder von unseren Begleitern angefeuert. Weiter ging es, die Kilometerangaben hatten schon längst gewechselt - jede 250 Meter stand jetzt ein Schild. Ist schon eine harte Tatsache wenn man meint, wieder 2 km geschafft zu haben und das nächste Schild einem brutal zeigt, dass es doch nur 0,25 km waren. Was dann aber half waren die in gleichem Maße gehäuften erstklassigen Verpflegungsstände. Wie schafften die hektoliterweise Getränke hier hoch? Aber bis dahin war es noch - zwar nicht nach Kilometern, wohl aber zeitlich gesehen - ein weiter Weg. Allerdings war der über die Eigerendmoräne wohl der schönste. Die Aussicht ist hier traumhaft: An der rechten Seite sieht man das Jungfrau- Massiv mit seinen Gletschern. Kurz vor dem höchsten Punkt auf gut 2.200 Meter Höhe, am Ende der Eigerendmoräne, stand dann ein Schotte mit einem Dudelsack, dessen Klänge durch die Berge hallten. Wer da vorbei ist weiß, dass es nun geschafft ist, denn der letzte Kilometer ins Ziel geht dann bergab. Angesichts unserer mittlerweile "leichten" muskulären und motorischen Schwierigkeiten ist das allerdings kein so leichtes Unterfangen wie man meinen sollte. Nach knapp Fünf! Stunden waren wir dann alle im Ziel, kaputt aber glücklich und um eine schöne Erfahrung reicher. Zusammenfassend kann wohl sagen, dass dieser Lauf mit keinem "normalen" Marathon vergleichbar ist. Und auch wenn man im Ziel meint - "NIE WIEDER!!!", relativiert sich das doch recht schnell. Allerdings überlegen wir noch, wessen Leistung höher zu bewerten ist, unsere oder die derer, die uns kurz vor und kurz nach dem Jungfrau-Marathon ertragen mussten. "Grüezi" Ringo
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