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Die Online-Anmeldung für den 27. Nibelungen-Triathlon öffnet am 01. Februar 2011

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05.09.10
26. Nibelungen-Triathlon
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12.09.10 - Teamzeitfahren
(Trainingsveranstaltung)
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08.10.10 - Helferparty auf dem
Xantener Oktoberfest

(augenzwinkender) Rückblick Mallorca 2006

Reminiszenzen an das Trainingslager Mallorca 2006

Teilnehmer: Alter Hans, der Mann mit der Goofy-Nase und den Flatterhosen; André, der Nutella-Liebling; Christian, der Nachtwandler; Dirk, der Flachland-Tiroler; Helmut, der Sympathieträger aller; Ina, der ständige Radschatten des Vizepräsidenten; Marc, der Eiweiß-Fetischist; Rainer, der Selbstzufriedene; Ringo, der kühle Taktiker; Roland, der Kamikazefahrer; Yves, der eiskalte Stratege.
Die Nennungen wurden nach alphabetischer Reihenfolge vorgenommen. Sollten im weiteren Verlauf der Abhandlungen persönliche Befindlichkeiten zu sehr tangiert werden, so ist dies vom Verfasser sicherlich nur in Unkenntnis des betreffenden Seelenlebens und in keinerlei Absicht erfolgt.

6.4. Prolog (103 km)
Bisherige hehre Worte, die von verschiedenen Seiten in der Vorbereitungszeit, während des Flugs und auch noch auf der Anfahrt zum Hotel zu hören waren, werden beim Prolog zur reinen Makulatur. Erwartungsvolle Stille legt sich bei der Anfahrt zum Galilea über das Peloton.
Die folgende erste Bergwertung bestätigt leistungsmäßig erste optische Eindrücke bzgl. der körperlichen Ausprägung von Muskeln, Sehnen und von stärkeren spezifischen Formlinien im Brust-, Hüft- und Oberschenkelbereich. Vertraute Worte sind zu hören ob der langen noch verbleibenden Zeit bis zum Erreichen des Idealgewichts.
Keulenschlagartig trifft es unseren "El Presidente" 4 km vor dem Ziel: der Hungerast hat ihn niedergestreckt. Nur mit tatkräftiger verbaler und mentaler Unterstützung aller findet er fahlblass den Weg zur Hotelbar.

7.4. Orient-Runde (112 km)
André und Dirk sind an diesem Tag vollkommen außer Form. Der Grund: André hat angesichts eines Kälteeinbruchs (sagt er wenigstens) die Klimaanlage des Nachts auf wohltuende 29° C hochgefahren. Beide erscheinen vollkommen dehydriert zum Frühstück.
Beim Anstieg zum Orient zeigt Ringo noch radspezifische Defizite, Ina ohne Probleme nach 3000 km Wüstenfahrt. Die Gruppe sortiert sich.
Zum Schrecken aller kommt es kurz vor St. Maria zu einem kapitalen Schaden am Rennboliden von Dirk, so dass er und sein so geliebtes Karbon nur im Besenwagen das Hotelzimmer erreichen können. Helmut, dem Unermüdlichen, sei Dank!!
Rainer verpasst vor lauter Schwäche die Zufahrt zum Zubringer des Hausbergs, muss einen Umweg fahren, um die Gruppe wieder zu erreichen. Am Anstieg zum Hausberg müssen vor allem die Newcomer schmerzlich erfahren, mit welchen brutalen taktischen Finessen in den Bergen gefahren wird. Es zeigt sich, dass die "Kaffeefahrten" in den endlos weiten Ebenen der Osthälfte der Insel nicht als Grundlage für die Härte taugen, die notwendige ist, um bei den Bergetappen in der Westhälfte bestehen zu können. Weicheier - und von denen gibt es Gott sei Dank in unserer Gruppe nicht eins - haben hier keine Chance.

8.4. Valldemossa-Runde (125 km)
Helmut verstaut am Flughafen 2 Radkoffer, 2 überdimensionierte Sporttaschen und 2 Athleten namens Christian und Yves im Innenraum unseres Leihwagens. Nach Ankunft von Christian und Yves um die Mittagszeit fahren diese ihre eigene Prolog-Runde.
Auf anderem Terrain kämpft Pechvogel Rainer mit einem Plattfuß, mit lockeren Speichen und mit einem Schlag - im Laufrad wohlgemerkt. In Puigpunent können André und Rainer Kaffee und Kuchen nicht widerstehen und nehmen sich genüsslich eine Auszeit.
Yves und Christian treffen in La Granja auf die sich kurze Zeit später teilende Gruppe. Mit vorübergehender Formschwäche auf ungewohntem Leihrad bei den Anstiegen kämpfend, nimmt Dirk entnervt eine Abkürzung über den Hausberg, während Ringo mit steigender Form beim Ritt über Port Andratx zu gefallen weiß. Der ausgebuffte Fuchs tritt, um Gewicht zu sparen, mit einer Schraube weniger am Kettenblatt mit Ina und dem Alten Hans den Heimweg an. Roland, Christian und Marc versacken indes in einer Bar im mondänen Hafenörtchen Port Andratx. In der bereits heraufziehenden Dämmerung quälen sie sich über Umwege mit unsicherem Bein nach Santa Ponca.
Bisweilen träumen Roland und Rainer zu alkoholseliger später Stunde bei Hierbas, Bier und Tappas im Stammlokal beim Pepe vollmundig über ihr angestrebtes Idealgewicht mit 10 kg Gewichtsreduktion.
Deadline: 1. Juli 2006.

9.4. Küstenstraße über Deia (144 km)
Neben der Königsetappe ist die Küstenstrecke die härteste Prüfung für die A- und B-Gruppe. Marc muss Lehrgeld zahlen und erlebt auf der Küstenstraße sein Waterloo. Er schwört sich, nie mehr im Leben diesen Teufelsabschnitt unter die Räder zu nehmen. Nach harten erbarmungslosen Positionskämpfen wird die alte Rangordnung wieder hergestellt - wie auch immer sie aussehen mag.
Zu später Nachtstunde im Stammlokal rutscht André vor Schreck vom Barhocker: Obgleich randvoll, lässt er sich bei der finalen obligatorischen 5-Euro-Runde zu der verhängnisvollen Bemerkung hinreißen: "Bezahl nich´, hab´ doch nix getrunken!"

10.4. Petra-Runde (165 km)
Flachetappe mit einem Wahnsinnsschnitt. Ina, von einem Plattfuß gebeutelt, kämpft nicht nur gegen ihren eigenen Teufel, sondern auch gegen die ganze Gruppe: große Aufregung, verachtende Blicke, demonstrative Ablehnung, Ratlosigkeit im Peloton am Hausberg.
Dirk zeigt sein soziales Gewissen, das auch bei Rainer stark ausgeprägt ist: entkräftete, geschundene, entnervt und gebeutelt radelnde Zeitgenossen werden gemeinsam bis zum Hotel in gemäßigtem Tempo liebevoll begleitet.
Ein starker Formanstieg ist bei allen nicht zu verleugnen, nur der Alte Hans quält sich in Flatterhose, mit Goofy-Kappe und Somalibeinen bis zur Hotelbar. Hoffnung bzgl. einer zeitgemäßen Radkluft ist jedoch in Sicht: Jürgen hat ihm für die nächste Saison bereits seine eigene Radkollektion zugesichert. Exzellente Passform ist gegeben.

11.4. Ruhetag
Nur die Protagonisten wollen ihre Form noch weiter aufbauen und letztendlich testen, gehen sich aber geflissentlich aus dem Weg: Yves fährt bei Sauwetter (Nieselregen, 12° C Kälte) mit Ergomo-System von Ina die Küstenstraße und Port de Valldemossa (125 km), quält sich mit letzter Kraft unter die Dusche und verflucht das Radfahrerleben. Dirk feilt an seiner Form und fährt nach altem Brauch flach (110 km).

12.4. Erweiterte Orient-Runde (154 km)
Start der B-Gruppe 15 min vor der A-Gruppe. Durch das Höllentempo, das Roland und Dirk vorlegen, kommen die "Unterschätzten" 20 min vor der Elite am jenseitigen Fuß vom Orient an. Tiefe Resignation und ungläubiges Kopfschütteln macht sich bei den Geschlagenen der A-Gruppe breit. Die Speedy-Gruppe ist geboren! Helmut, nicht nur der hilfreiche Engel in allen Lagen und für alle Situationen, sondern auch unser Seelenmasseur, rüstet die Teilnehmer der A-Gruppe wieder moralisch auf, so dass sie unter Begleitung des Alten Hans noch eine Schleife über Sineu fährt, während die Speedy-Gruppe am Hausberg bei der entscheidenden Attacke durch erneute technische Probleme am Hinterrad unseres Präsidenten auseinander fliegt. Um ihr konditionelles Terrain noch weiter auszubauen, entschließen sich Marc und Christian, den Umweg über den Galilea zu schultern.

13.4. Königsetappe (202 km)
Durch ständiges Taktieren, harte Einheiten an der Grenze des Machbaren, durch taktische Finten und verbale Problemlösungsverschleierungen entnervt und psychisch am Ende, ist an Schlaf vor dem großen Ritt nach Sa Calobra bei Christian nicht zu denken. Unser Nachtschwärmer schlägt sich mit Strandgängen die Nacht um die Ohren. Kein Auge macht er zu.
8.15 Uhr finden sich alle zum großen Einschreiben standesgemäß am Eingang des 5-Sterne Hotels "Pionero" ein. Der Höhepunkt des Trainingslagers wird unter die Reifen genommen. Veranschlagte Fahrtzeit: 8 h. Alle Anstiege und Abfahrten werden dank taktischer Vorgaben durch die Protagonisten von allen mehr oder weniger problemlos bewältigt.
Traditioneller Treffpunkt nach überstandener Hatz über die Berge: die Kneipe "La Chaota" um Ortseingang von Inca. Nur "El Presidente" zieht es zum Erstaunen aller vor, einen verachtenden Blick auf unser Stammlokal in Inca zu werfen und ohne Windschattengabe einsam und verlassen bei kräftigem Gegenwind allein die Flucht über 60 km nach Santa Ponca zu ergreifen. Ist es der Gedanke an seine Familie, der ihn treibt, oder vielleicht die Angst, das abendliche Diner zu verpassen? Es wird für immer sein Geheimnis bleiben.
Eine fürwahr erstaunliche Begebenheit möchte der Chronist nicht vorenthalten. Wenige Meter vor dem Gipfel des Hausbergs findet durch innigen Händedruck eine Verbrüderungsszene der besonderen Art statt, die der Alte Hans schamlos durch einen kurzen trockenen Antritt ausnutzt. Roland und Dirk finden zueinander - welch eine tiefe zwischenmenschliche Komponente Rad fahren doch hat.

14.4. Tour d´honneur über Galilea, La Granja und den Schweineberg (107 km)
Dirk und André gehen 2 Bergen der HC aus dem Weg, indem sie sich zum Shopping nach Palma absetzen. Bekanntermaßen sind die Einkaufsmöglichkeiten jedoch am Karfreitag sehr beschränkt.
Gesittet und in gemäßigtem Tempo geht es mit der übrigen Gruppe über den Galilea und La Granja. Bei der Abfahrt nach Palma wird zuerst durch "El camikaze", den Unerschrockenen, und später durch "Ivo", den Unbarmherzigen, das Tempo der Gruppe so höllisch scharf angezogen, dass bereits zum zweiten Mal nach der Königsetappe der Alte Hans, entkräftet und moralisch am Ende, durch Ringos aufopfernde Hilfestellung wieder an die Gruppe herangeführt werden muss. Nach kurzer Erholungsphase werden noch erbitterte Zweikämpfe am Schweineberg durchgezogen, die sichtliche Spuren bei der Zielankunft auf dem höchsten Punkt hinterlassen.
Unser Vertreter der staatlichen Ordnung, Marc, verspricht in einem feierlichen Gelöbnis, beim diesjährigen Nibelungen-Triathlon in der Verpflegungszone "aufzuräumen".
Helmut, unser fürsorglicher Begleiter, hat einen Bottich mit Eis organisiert und mehrere Flaschen Sekt zum traditionellen Abwinken gekühlt. Es gibt nichts, an das Helmut nicht gedacht hat. Übrigens, Michael Holczer vom Team Gerolsteiner und auch Bjarne Riis vom Team CSC wollten sich bereits für die Saison 2006/2007 seiner Dienste versichern. Natürlich haben wir freundlich, aber bestimmend abgelehnt.

Noch ein Wort zu Helmut: Ein wahrer Engel, der stets zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit der richtigen Verpflegung mit unserem Begleitfahrzeug zur Stelle war. Ein herzliches Dankeschön von allen besonders an ihn!!!

Beim abschließenden feucht-fröhlichen Finale bei Pepe waren wir uns alle einig: the same procedure im nächsten Jahr. Es waren unvergessliche 10 Tage!