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09.09.2012
28. Nibelungen-Triathlon

Gedanken zu (vor) Mallorca 2006

Hallo Mallorca,

trostlos sieht es aus, 4 Wochen vor Mallorca: Winterwetter und Vorbereitung gehen eine Symbiose ein.
Dirk, unser Profi, hat bereits 4000 km in den Beinen, fährt vorzeitig überstürzt nach Mallorca, um sein Ego zu beruhigen. Nachteil seiner Vorbereitung: Frühform, zu hoher Erwartungsdruck, die Bürde des Favoriten lastet so schwer auf ihm, dass er in entscheidenden Momenten an den Schlüsselstellen der täglichen Rundfahrt den Überblick verliert und taktische Fehler begeht.
André, der Gemütsmensch, powert sich in der Mucki-Bude aus und findet keine Kraft mehr, um entscheidende Attacken, die er mental vorbereitet hat, auch durchzuziehen und zu einem glücklichen Ende zu führen.
Roland, der Köpianer, hat noch mindestens 3 Wochen einen harten Kampf zu kämpfen gegen seine überschüssigen Pfunde, die er sich über Karneval an"köpie"rt hat. Danach Entzugserscheinungen, die zu falschen Einschätzungen der jeweiligen Situationen während taktischer Plänkeleien führen.
Rainer, der Weitsichtige, sieht mit coolem Blick des reifenden Sportlers dem Mallorca-Debakel gelassen entgegen. Arbeitsbedingte Stresssituationen rund um die Uhr verheißen einen leistungsmäßigen Offenbarungseid.
Ringo, der Kilometerfresser, Laufkondition wie 3 Kamele zusammen, wird plötzlich auf Mallorca bewusst, warum Keniaten und Äthiopier nicht Rad fahren können. Heiße Tipps während der Radausfahrten über Handy von unserem Laufexperten Jürgen bringen da wenig.
Yves, triathletischer Aussteiger, vermeintlicher Herausforderer von Dirk und Ringo, ist der Verzweiflung nahe, versucht er sich doch immer wieder, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt über mörderische Strecken Grundlagenhärte anzutrainieren. Rückzugsgebiet: das Bett. Ausgedehnte Regenerations- und Gesundungsphasen ersetzen systematisches Training.
Ina, die Unverzagte, mit 4000 Wüstenkilometern in den Beinen angereist, hat vollkommen überzockt, quält sich mehr mit klimatischen Anpassungsschwierigkeiten als mit Radkilometern über die Mallorca-Runden und muss schließlich aufgrund allgegenwärtiger Probleme entnervt Damenrunden absolvieren.
Der Alte Hans, kältescheu und gesundheitlich anfällig, ist der derzeitige Minimalist: 3 x 5 Min. Rollentraining am Tag. Er setzt auf den Altersbonus. Wenn nix mehr geht, fährt er halt mit Franziska.
Marc, die große Unbekannte, ist für Überraschungen gut. Er hat aus dem Debakel im letzten Jahr gelernt. Absoluter Topfavorit.
Christian fährt - nach leistungsmäßiger Einschätzung der übrigen Sportkameraden - zum ersten Mal ohne schlechtes Trainings- und Leistungsgewissen nach Mallorca.
Spätestens jetzt wird jedem klar, warum Helmut der wichtigste Mann auf Malle sein wird.

Viele Grüße
Der Alte Hans

 

Denkt dran: Der Pessimist beklagt sich über den Riss in der Hose, der Optimist freut sich über den zusätzlichen Luftzug.